Zertifizierung als Dipl. Bildungsmanager/in (DBM) – NQR VI

Übersicht und Ablauf der Zertifizierung auf dem NQR-Niveau VI

Die Tätigkeiten von Diplomierten Bildungsmanager/innen umfassen sowohl strategische als auch operative Aufgaben.

Strategisches Bildungsmanagement

  • den Bildungsmarkt (Angebote, Inhalte, Wettbewerbssituation, Bildungstrends und -entwicklungen, Innovationen etc.) zu analysieren und daraus Schlussfolgerungen für das eigene Umfeld abzuleiten,
  • Bildungsbedarfsanalysen durchzuführen (z.B. für Organisationseinheiten, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Branchen, Regionen) und unter Berücksichtigung der Zielsetzungen und Rahmenbedingungen Handlungsoptionen aufzuzeigen (z.B. Bildungsmaßnahmen aufgrund anstehender Pensionierungswelle, der geplanten Digitalisierung von Abläufen, der Erschließung eines neuen ausländischen Marktes etc., Personalentwicklung bestimmter Mitarbeitergruppen),
  • bildungsstrategische Konzepte zu entwickeln und deren Umsetzung in Absprache mit den Entscheidungsträger/innen zu koordinieren,
  • zur Budgetplanung beizutragen und die Budgetverwendung innerhalb des eigenen Bereiches verantwortlich zu gestalten,
  • Projekte und Aufgabenbereiche zu leiten und Mitarbeiter/innenteams zu führen.

Operatives Bildungsmanagement

  • die Konzeption zielgruppen- und anforderungsadäquater Bildungsmaßnahmen (Kurse, Lehrgänge, Vorträge, Produktschulungen etc.) in inhaltlicher und organisatorischer Hinsicht (Lernziele, Lernarchitektur, Zeitplanung, Budgetplanung etc.) vorzunehmen sowie deren Umsetzung zu koordinieren,
  • Bildungsmaßnahmen unter Beachtung kaufmännischer und strategischer Aspekte zu kalkulieren,
  • Bildungspersonal (Trainer/innen, Prüfer/innen, Fachexpert/innen etc.) zur Durchführung von Bildungsmaßnahmen zu planen, zu rekrutieren und anzuleiten,
  • Maßnahmen zur Vermarktung von Bildungsmaßnahmen zu planen (z.B. Social Media Auftritte, Flyer, Veranstaltungen etc.) und umzusetzen bzw. deren Umsetzung sicherzustellen,
  • zielgruppenspezifische Beratung (z.B. Geschäftsführung, Kund/innen, Mitarbeiter/innen, Maßnahmenteilnehmer/innen) in Bildungsfragen durchzuführen,
  • Maßnahmen zu setzen, um die Effektivität und Effizienz von Bildungsmaßnahmen zu messen/zu kontrollieren und daraus entsprechende Konsequenzen abzuleiten.

NQR – Der Nationale Qualifikationsrahmen

Der Nationale Qualifikationsrahmen (NQR) ist ein Instrument zur Einordnung der Qualifikationen des österreichischen Bildungssystems. Dieses Transparenzinstrument soll einerseits die Orientierung im österreichischen Bildungssystem erleichtern und zum anderen zur Vergleichbarkeit und Verständlichkeit nationaler Qualifikationen in Europa beitragen.

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In Europa gibt es unterschiedliche, historisch gewachsene Bildungssysteme und eine Vielzahl an Qualifikationen. Da die Mobilität der Menschen in Europa immer mehr steigt, sei es in der Ausbildung oder im Berufsleben, entstand der Wunsch nach mehr Klarheit und Vergleichbarkeit.

Die Europäische Kommission empfahl allen EU-Mitgliedstaaten den Aufbau eines Nationalen Qualifikationsrahmens. Jedes Land implementiert einen eigenen Qualifikationsrahmen, indem nationale Qualifikationen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen (von der beruflichen Bildung, der Hochschulbildung bis hin zur Aus- und Weiterbildung) aufgrund ihrer Lernergebnisse eindeutig einem Niveau zugeordnet werden.

Über den Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR) als Übersetzungsinstrument werden alle national zugeordneten Qualifikationen referenziert und so vergleichbar gemacht.

Ziel ist es, nationale Qualifikationen und das österreichische Bildungssystem auf europäischer Ebene verständlich zu machen, dadurch die grenzüberschreitende Mobilität von Lernenden und Beschäftigten zu fördern sowie deren Teilnahme am lebenslangen Lernen zu unterstützen.Weitere Ziele sind die Erhöhung der Transparenz von Qualifikationen und die Weiterentwicklung der Lernergebnisorientierung.

Der österreichische NQR hat dabei eine ausschließlich orientierende und keine regulierende Funktion. Das NQR-Gesetz wurde unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Frauen im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie unter Einbeziehung aller nationalen Ansprechgruppen entwickelt. Es regelt die Zuordnung österreichischer Qualifikationen auf Basis von Lernergebnissen zu einem der acht Qualifikationsniveaus des Nationalen Qualifikationsrahmens sowie die Veröffentlichung dieser Zuordnung zu Informationszwecken im NQR-Register.

Zielsetzung des NQR-Gesetzes ist es, den Nationalen Qualifikationsrahmen als Instrument zur Förderung der Transparenz und Vergleichbarkeit von Qualifikationen in Österreich und Europa sowie zur Förderung des lebensbegleitenden Lernens, welches formales, nicht-formales und informelles Lernen umfasst, einzusetzen.

Qualifikationsregister.at

Zertifizierungsablauf

Mittels eines schriftlichen Antrags bekunden Sie Ihr Interesse an der Zertifizierung. Nach erfolgreicher Prüfung der Voraussetzungen treten Sie in die Zertifizierungsphase ein.

Zulassungsvoraussetzungen

Der Antrag auf Zertifizierung als Diplomierte/r Bildungsmanager/in ist für alle Personen möglich, die folgende Zulassungsvoraussetzungen erfüllen:

 

Zur Zertifizierung wird man zugelassen, wenn man im Rahmen der Antragsbegutachtung die für die Zertifizierung geforderten praktischen und theoretischen Kenntnisse nachweisen kann und das Zulassungsgespräch mit dem/der Qualifizierungsverantwortlichen geführt hat.

Zertifizierungsablauf im Detail

Liegen im Rahmen der Antragstellung alle notwendigen Unterlagen (wird vorab im Detail besprochen) vor, werden Sie zu einem Zulassungsgespräch mit dem/der Qualifizierungsbeauftragten eingeladen. Über die Entscheidung zur Zulassung werden Sie spätestens eine Woche nach dem Gespräch informiert.

 

Ab der erfolgreichen Zulassung zum Zertifizierungsverfahren haben Sie vier Wochen Zeit Ihr Thema für die Facharbeit einzureichen und danach sechs Monate für die Ausarbeitung der beiden schriftlichen Prüfungsteile (Facharbeit und Fallbeispielen). Nach der fristgerechten Einreichung der schriftlichen Prüfungsteile werden diese begutachtet und bewertet.

Bei positiver Bewertung bekommen Sie eine Einladung zur zweiteiligen mündlichen Prüfung. Die mündliche Prüfung findet an einem Tag statt und ist zweigeteilt. Teil 1 bezieht sich auf die Facharbeit, Teil 2 hat inhaltlichen Bezug zu den Fallbeispielen.

Sind alle Prüfungsteile (schriftlich und mündlich) positiv absolviert, erhalten Sie spätestens zwei Woche nach der letzten mündlichen Prüfung Ihr Diplom.

Zertifizierungsprüfung

Die Prüfung zur Zertifizierung als Dipl. Bildungsmanager/in setzt sich insgesamt aus jeweils zwei schriftlichen und mündlichen Teilen zusammen. Die schriftlichen Prüfungsteile sind Voraussetzung zur Zulassung zu den mündlichen Prüfungsteilen.

Es müssen alle Prüfungsteile absolviert sein, etwaige ähnliche bereits absolvierte Prüfungen oder Nachweise können nicht angerechnet werden und einen Prüfungsteil ersetzen.

 

Diese Tabelle bietet Ihnen einen Überblick über die einzelnen Prüfungsteile:

Unser Ansatz

Mit der Themenfreigabe bekommen Sie eine/n fachlich versierte/n Betreuer/in zugeteilt. Die Betreuung Ihrer Facharbeit ist ein unterstützendes Begleitangebot im Ausmaß von maximal 5 Stunden, welches persönlich, online oder telefonisch stattfinden kann. Die Inanspruchnahme der Betreuung ist freiwillig, wir empfehlen diese jedoch in Anspruch zu nehmen, da Ihre Facharbeit ein wesentlicher Teil des Zertifizierungsverfahrens ist.

 

Termine 2023:

Start jederzeit/auf Anfrage

 

Preis:

Einsteigerpreis: 990,- exkl. USt./ 1188,- inkl. USt.

Normalpreis: 1.150,- exkl. USt./ 1.380,- inkl. USt.

Der Einsteigerpreis gilt für Anmeldungen im ersten Halbjahr 2023.

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